Sektorenverbindende Versorgung

Thematische Relevanz

Die Gesundheitsversorgung in Deutschland ist stark in ambulante, stationäre, rehabilitative und pflegerische Versorgungsbereiche aufgeteilt. Für viele Patientinnen und Patienten führt diese Fragmentierung zu Versorgungsbrüchen, Doppeluntersuchungen und einer unzureichenden Abstimmung zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren. Besonders betroffen sind ältere Menschen sowie Menschen mit chronischen oder komplexen Erkrankungen, die auf eine kontinuierliche und koordinierte Versorgung angewiesen sind. 

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an das Gesundheitssystem durch den demografischen Wandel, Fachkräftemangel und zunehmende Versorgungsbedarfe. Um diesen Herausforderungen zu begegnen und die Versorgung langfristig sicherzustellen, braucht es eine integrierte und koordinierte Versorgung, die sich konsequent an den Bedürfnissen der Menschen orientiert und medizinische, pflegerische, therapeutische und soziale Leistungen besser miteinander verknüpft.

Die Ambition des RBIG

Gesundheitsversorgung neu gestalten: Die Gesundheitsversorgung wird sektorenübergreifend, multiprofessionell und patientenorientiert organisiert. Starke Primärversorgungszentren, eine enge Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe sowie ein konsequenter Fokus auf Prävention und Gesundheitsförderung schaffen die Grundlage für eine integrierte und zukunftsfähige Versorgung.

Der Wirkungsansatz: So wird Wandel gestaltet

Die Weiterentwicklung der Primärversorgung in Deutschland gehört seit 2013 (damals noch als Förderbereich Gesundheit der Robert Bosch Stiftung) zu den zentralen Schwerpunkten des RBIG. Aufbauend auf internationalen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen wurde das Konzept der PORT-Gesundheitszentren (Patientenorientierte Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung) entwickelt. Diese Zentren verbinden medizinische, pflegerische, therapeutische und soziale Angebote unter einem Dach oder in regionalen Versorgungsnetzwerken. Multiprofessionelle Teams arbeiten auf Augenhöhe zusammen und richten ihre Leistungen konsequent an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort aus. Prävention, Gesundheitsförderung und die aktive Einbindung von Patientinnen und Patienten sind feste Bestandteile des Versorgungskonzepts.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung innovativer Versorgungsmodelle an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Dabei erproben wir neue Formen der Zusammenarbeit, um eine bessere Koordination sowie nahtlose und bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen – insbesondere für Menschen mit komplexen Unterstützungsbedarfen. Ziel ist es, erfolgreiche Modelle wissenschaftlich zu begleiten, ihre Wirksamkeit nachzuweisen und ihre Übertragung in die Regelversorgung zu unterstützen. 

Die Initiativen im Bereich „Sektorenverbindende Versorgung“

PORT Patientenorientierte Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung

Wir fördern Pioniere, die für Deutschland innovative,...

Community Health Nursing

Wir möchten die evidenzbasierte und wohnortnahe Patientenversorgung verbessern und...

Ansprechpartnerin

Dr. Katja Vonhoff
Leiterin Robert Bosch Centrum für Innovationen im Gesundheitswesen
E-Mail: Katja.Vonhoff@bosch-health-campus.com
Tel0711 8101-7177