ProKIP: Prozessentwicklung und -begleitung zum KI-Einsatz in der Pflege.
Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) werden zunehmend genutzt, um die pflegerische Versorgung zu unterstützen, Pflegende zu entlasten und die Versorgungsqualität zu steigern. Die Integration von KI in die Pflege I steht dabei jedoch vor diversen Herausforderungen, wie z.B. eine hohe Varianz im Digitalisierungsgrad von Pflegeeinrichtungen, eine eingeschränkte Verfügbarkeit von repräsentativen und qualitativ hochwertigen Daten abseits von Kliniken, fehlende Operationalisierungen von pflegerischem Handeln und fehlende Explizierung pflegerischen Wissens sowie die oft formale aber kaum aktive Beteiligung der Pflegepraxis und Pflegewissenschaft. Bei der hohen Arbeitsbelastung im Pflegealltag ist es oftmals schwierig, Pflegeeinrichtungen und Akteure der Pflegepraxis an KI-Projekten zu beteiligen und mit ihnen im Projektverlauf erfolgreich zusammenzuarbeiten. Das Projekt ProKIP setzte an dieser Herausforderung an: Unter Leitung der Universität Bremen beriet und vernetzte ProKIP bundesweit Forschungsprojekte zum KI-Einsatz in der Pflege und hat so einen Wissenspool zu Pflege und KI aber auch ein Netzwerk für KI in der Pflege geschaffen, das auch einen Peer-Support ermöglicht. Begleitend entstand ein öffentlich zugängliches KI-Pflege-Readiness-Assessment (KIP-RA), das Unterstützung und Anleitung für KI-Pflege-Projekte bietet – von der konkreten Ressourcenplanung über ein Monitoring und Bewertung bis hin zu projektübergreifenden Vergleichen und Bewertungen. Das KIP-RA umfasst dabei Themen wie den Nutzen von KI-Systemen in der Pflege, die Repräsentativität der verwendeten Daten, Ansätze zum Datenteilen, die Gestaltung von Partizipation sowie (pflege-)ethische und berufspraktische Implikationen des KI-Einsatzes. Das KIP-RA unterstützt so Verantwortliche aus Forschung und Pflegepraxis bei der der Planung, Umsetzung und Evaluation ihrer Projekte. ProKIP macht einen kollektiven Erfahrungsschatz aus einer Reihe von KI-Projekten in der Pflege nutzbar, zeigt transferierbare „Good Practices“ und fördert so die Integration von KI-Lösungen in die Pflegepraxis.
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Konsortialführung: Universität Bremen
Beteiligte Konsortialpartner:
- Charité - Universitätsmedizin Berlin
- Berliner Hochschule für Technik
- Verband für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft e.V., Halle (Saale)
- Alexander von Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft, Berlin
Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).