In Deutschland leben derzeit 9,5 Millionen Menschen mit Diabetes Mellitus, wobei das Diabetische Fußsyndrom (DFS) eine schwerwiegende Folgeerkrankung darstellt. Angesichts der komplexen Behandlung chronischer Wunden, vor allem bei diabetischen Fußulcera, besteht erhebliches Potenzial für digitale Lösungen, um Arbeitsabläufe zu verbessern, Pflegepersonal zu entlasten und den Behandlungsverlauf zu optimieren. Das Forschungsprojekt EPWUF-KI greift dieses Potenzial auf, indem es eine innovative eHealth-Lösung zur Steigerung der Behandlungsqualität von DFS-Betroffenen und zur Reduzierung der Arbeitsbelastung des Pflegepersonals entwickelt. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer hybriden Systemlösung, die sensorbasierte Entlastungshilfen, eine Smartwatch-Applikation, eine Weboberfläche und eine mobile Anwendung für die digitale Wunddokumentation und KI-gestützte Wundvermessung integriert. Ein wesentlicher Bestandteil ist die KI-basierte Entscheidungsunterstützung, die Pflegekräfte bei der Entscheidungsfindung im Behandlungsprozess unterstützt.
Konsortialführung: Hochschule Niederrhein, Krefeld
Beteiligte Konsortialpartner:
- CID GmbH, Köln
- PI Probaligence GmbH, München
- AKZ-Hauskrankenpflege, Köln
Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).